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Hochzeitsbräuche unterschiedlicher Kulturen

vom 14. März 2017

Wer kennt sie nicht, die typischen Österreichischen Hochzeitsbräuche à la Polterabend, Junggesellenabschied oder das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte? Der Spruch „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ ist allseits bekannt und manch ein Bräutigam wird noch kurzfristig zum Stammgast im Fitnesscenter, um sicherzustellen, dass er seine Angebetete auch sicher über die Schwelle der Honeymoon-Suite tragen kann.

Doch welche Hochzeitsbräuche existieren fernab unseres kleinen Alpenlandes? Spätestens dann, wenn der eigene Ehepartner aus einem anderen Kulturkreis stammt, sollte man sich mit Hochzeitsbräuchen anderer Kulturen beschäftigen! Bei „Culturally Sensitive Weddings“ oder kultursensitiven Hochzeiten geht es darum, Elemente unterschiedlicher Hochzeitskulturen so zu verbinden, dass die Gleichberechtigung und Wertschätzung der Kulturen zweier Eheleute betont wird.

Eine kleine Auswahl unterschiedlicher kultureller Hochzeitsbräuche

  • In China trägt die Braut ein rotes Hochzeitskleid. Manche Bräute wechseln im Laufe der Hochzeit sogar zwischen drei Kleidern, einem roten, traditionellen, einem weißen, und einem Kleid ihrer Wahl wie beispielsweise einem Cocktailkleid.
  • In Indien bemalt die Braut ihre Füße mit Henna. Die kunstvollen Zeichnungen nennen sich „mehendi“ und werden auf sogenannten „mehendi parties“ im Kreis von Freundinnen angefertigt.
  • Mazel Tov! heißt es auf jüdischen Hochzeiten nachdem der Bräutigam am Ende der Zeremonie ein Glas unter seinem Fuß zerbricht.
  • Eine Peruanische Tradition ist dem in westlichen Breiten bekannten Brautstraußwerfen gar nicht so unähnlich: Unverheiratete Freundinnen der Braut werden dazu aufgefordert, an dekorativen Maschen, zu ziehen, die ins Innere der Hochzeitstorte reichen. Wer den Fake-Ring zieht, heiratet als nächstes!
  • Im Libanon wird der Bräutigam von seinen Freunden und Verwandten mit Musik und ermutigenden Rufen vor seinem Haus abgeholt, in einem heiteren Umzug zum Haus der Braut eskortiert und dort mit dem Werfen von Blütenblättern laut beglückwünscht!
  • Traditionelle Norwegische Hochzeitstorten bestehen aus Brot, Käse, Schlagobers und Sirup.
  • In Wales gibt es den Hochzeitsbrauch, dass der Bräutigam der Braut einen Löffel schnitzt, wenn er sie heiraten will. Nimmt die Braut den Löffel an, sind die beiden verlobt.
  • Bei Malaysischen Hochzeiten drehen sich viele Rituale um den zukünftigen Nachwuchs des Ehepaars. Künstlerisch verzierte, hartgekochte Eier symbolisieren als Tischdekoration die Fruchtbarkeit der Braut. Der Bräutigam schickt seiner Zukünftigen vorab Geschenke wie Bouquets und Essenstabletts – geschmückt mit Origami-Blumen.
  • In den Philippinen lässt das Brautpaar weiße Tauben zusammen in den Himmel fliegen.

Ob als interessanter Fun Fact oder Inspiration für die eigene Hochzeitsfeier: Hochzeitsbräuche als kulturelle Traditionen haben oft eine lange, undurchsichtige Entstehungsgeschichte und können nach wie vor, müssen aber heute so nicht mehr stattfinden. Die eigene Hochzeitsfeier wird von dem bewussten und kultursensitiven Einsatz von Hochzeitsbräuchen bestimmt profitieren!